Archive for the ‘Wirtschaft’ Category

Pfleiderer 2011 endlich mit Gewinn?

Freitag, August 20th, 2010

Das Holzunternehmen Pfleiderer aus dem bayrischen Neumarkt hat so seine Probleme. Um endlich Gewinne verzeichnen zu können, muss noch viel passieren. Der Chef des Vorstandes des Unternehmens, Hans Overdiek, weiß, wo die Probleme liegen. Nach der Wirtschaftskrise kann ein schneller Weg in die Gewinnzone aus mehreren Gründen nicht beschritten werden.

Das Unternehmen Pfleiderer beliefert andere Firmen in der ganzen Welt zum Beispiel mit Fußböden oder beschichteten Holzplatten. Das Material, mit dem hier gearbeitet wird, ist Holz, für das die Preise im Moment höher sind, als man es sich wünschen würde. Wird mit teurem Material gearbeitet, muss man das auch im Verkaufspreis niederschlagen; dies ist nur bedingt möglich, da man an ein gewisses weltweites Preisniveau gebunden ist. Zwar ist der Verfall der Preise aus den letzten Monaten mittlerweile etwas im Griff, für ein gewinnbringendes Arbeiten reicht es aber noch nicht aus. Mit den einstigen Handelspartnern in den USA laufe das Geschäft noch mit einigen unsicheren Faktoren, positiv sei aber die Entwicklung im Osthandel zu nennen. In Zahlen bedeutet dies alles, dass man im abgelaufenen Quartal zwar den Umsatz deutlich anheben konnte, die Summe unter dem Strich aber noch ein Minus trägt. Das Tief der Wirtschaftskrise sei aber überwunden und man kann sich, laut Overdiek, mit einer positiven Gesinnung der Zukunft widmen.

Wie der Vorstandschef weiterhin mitteilt, gibt es auch durch die schlimme Brandkatastrophe in Russland, bei der viel Wald zunichte gemacht wurde, keine Probleme für das Unternehmen. Bisher können keine Engpässe in der Versorgung mit Holz erwartet werden. Lieferengpässe könnten den Holzpreis weiter ansteigen lassen, was nicht ohne Folgen für die holzverarbeitende Industrie über die Bühne gehen würde. Man will nicht hoffen, dass etwas in dieser Richtung geschehen wird. Das würde vor allem für die Firma Pfleiderer einige Pläne durcheinander bringen. Immerhin will man die Verschuldung des Unternehmens schon sehr bald reduzieren, was natürlich nur funktioniert, wenn auch die Gewinnzone wieder erreicht werden kann.

Handwerker: Wirtschaftsbetrieb in der Nachbarschaft

Freitag, Juni 11th, 2010

Ein Handwerker, der mit seinem eigenen Betrieb als Meister selbständig arbeitet, hat schon einmal viel Geld herein zu wirtschaften, bevor er überhaupt endlich an die Selbständigkeit denken kann. Der Weg von der Schule über den Gesellenbrief bis zur bestandenen Meisterprüfung mit Ausbilder-Erlaubnis kostet Kraft, Durchhaltevermögen und Geld, das man auf Kreditbasis eventuell vom Staat bekommen kann. Bis zum Meisterbrief arbeitet man meistens als Angestellter – erst dann ist die Entscheidung zu treffen, ob man dies weiter praktiziert, oder lieber selbst Unternehmer wird.

Mit der eigenen Firma benötigt man auch eigenes Werkzeug, ein Firmenfahrzeug und natürlich vieles, was auch zur Buchhaltung nötig ist. Ein riskanter Schritt, dies alles mit Fremdkapital bewältigen zu wollen. Man arbeitet am Anfang nur, um die Schulden bei der Bank zurück bezahlen zu können. Sicher ist dies eine Investition in die Zukunft; allerdings ist es nicht immer einfach, sich gegen alt eingesessene Konkurrenz durchsetzen zu können. Da muss man auch eine schlechte Auftragslage, so genannte Durststrecken mit einkalkulieren.

Glück hat der, der einen bestehenden Betrieb übernehmen und weiterführen kann. So kommt man schnell und unkompliziert an einen Kundenstamm, muss sich aber auch der Verantwortung bewusst sein, dass man durch Leistung überzeugen muss, um diesen Standard halten zu können. Teureres Arbeiten, schlampige Terminplanung und ein Nachlassen der Qualität im Vergleich zum Vorbesitzer können das schnelle Aus einer Firma sein, auch wenn sie gut geführt war. Der Handwerker von nebenan hat es also nicht so leicht, wie man es manchmal vermuten könnte. Allein die Last, jeden Monat so viele Aufträge zu bekommen, dass man Personal und Unkosten abdecken kann, ist eine Verpflichtung, die einige schlaflose Nächte kosten könnte.

Deutlich weniger Arbeitslose im Mai

Mittwoch, Juni 2nd, 2010

Erfreuliche Zahlen kann man vom deutschen Arbeitsmarkt vernehmen. Die Zahl derer, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, hat sich deutlich verringert, was angesichts der ziemlich leeren Staatskassen eine große Erleichterung ist. Der Grund der Veränderung ist nicht zuletzt die wieder ansteigende Konjunktur. Das Ende der Wirtschaftskrise zeichnet sich immer deutlicher ab. Zwar wird in einigen Branchen immer noch ziemlich viel Kurzarbeit geleistet; in anderen Sparten kann aber auf dieses Programm verzichtet werden. Es werden sogar schon wieder Leute eingestellt. Weniger Entlassungen durch Engpässe in den Unternehmen folgen natürlich auch aus der Besserung der allgemeinen Lage.

Der Zuwachs erklärt sich natürlich auch aus den endlich beginnenden Baumaßnahmen, die wegen des überaus langen Winters auf Eis gelegt waren. Hier kann man nun endlich mit voller Kraft loslegen und braucht dafür natürlich Personal. Die Teilefertigung, die Zulieferer: So setzt sich diese Tatsache durch mehrere Bereiche fort. In den Jahren zuvor waren diese Zahlen in den Monaten März und April zu finden, da der Saisonstart viel eher durchgeführt werden konnte.

Auch saisonale Zahlen spielen in die positive Bilanz aus dem Monat Mai herein. Gastronomische Betriebe, wie Hotels und Gaststätten, sowie alle anderen, die im Sommer ihr Geld verdienen, stellen nun das Personal ein, um die Sommermonate zu überbrücken. Nicht alle davon bleiben länger als bis zum Herbst in einem Beschäftigungsverhältnis. Dennoch ist jede Entspannung auf dem Arbeitsmarkt Gold wert und kann mit Freude aufgenommen werden. Wie hatte man sich doch am Beginn der Krise auf eine überaus hohe Arbeitslosenquote eingestellt und die Konsequenzen in schwärzesten Farben ausgemalt.

Zahlen vom Discounter Lidl

Dienstag, Mai 11th, 2010

Lidl musste in diesem Jahr zum ersten Mal seine Zahlen offen legen. Die Geschäftszahlen waren bisher das am meisten gehütetste Geheimnis, das Lidl vorzuweisen hat. Jetzt gibt es jedoch eine gesetzliche Vorschrift, an die sich auch Lidl zu halten hat und sie müssen die Zahlen offen legen. Diese Offenlegung brachte großes Staunen mit sich und viele waren sehr verwundert über die Konstellation, die sich hierbei herauskristallisierte. Lidl machte im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Umsatz von 30,85 Mrd. Euro.

Dies ist eine sehr hohe Summe und liegt im Vergleich zum Vorjahreswert um fast elf Prozent höher. Auch das ist enorm. Im Vergleich dazu, ist jedoch der Gewinn sehr gering, wenn man sich einmal vorstellt, dass doch so viel umgesetzt wurde. Der Gewinn ist nämlich für dieses Geschäftsjahr nicht mit angestiegen, sondern gesunken. Hierfür gibt es aber sehr klare und plausible Erklärungen. Zum einen ist es der Aufwand für Personal. Es gibt unzählige Mitarbeiter bei der Lidl Kette und diese möchten alle einen fairen Lohn erhalten. Dieser wird auch gezahlt und somit schrumpft der Gewinn. Dann gehören aber auch Material und sonstige Aufwendungen mit dazu, die sich im Laufe dieses Geschäftsjahres auch drastisch erhöht haben - was damit zusammen hängt, dass sich Lidl immer mehr Plätze sucht, um sich zu verbreiten.

Es gibt inzwischen einige Lidl Märkte mehr und diese möchten auch erst einmal finanziert werden. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2008/2009 ist auf 410 Mio. Euro gesunken. Dies hängt auch mit dem Wachstumstempo zusammen. Die Zeit bleibt nicht stehen und immer wieder kommen neue Dinge hinzu, die auch finanziert werden müssen. So bleibt der Gewinn auf der Strecke, wenngleich sich der Umsatz doch erhöht hat. Betrachtet man die Zahlen von Aldi, dann wird man sehen, dass diese mit einem Jahresumsatz von 28 Mrd. Euro unter den Werten von Lidl liegen, obwohl Aldi um einiges größer ist.

Erholung bei VW und Audi

Montag, Mai 3rd, 2010

Gerade für die Automobilbranche war die Wirtschaftskrise ja ein schlimmes Debakel. Man scheint sie aber besser überstanden zu haben, als zunächst anzunehmen war. Die Ergebnisse des ersten Quartals, die nun von Audi aus Ingolstadt, Tochter von VW aus Wolfsburg, veröffentlicht wurden, zeugen von dieser Tatsache.

Die Entwicklung der Auslieferungszahlen und der daraus folgende erhöhte Umsatz tun den Unternehmen gut. So verbessert sich auch die Finanzlage des Audi Konzerns wieder. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2009 wuchs der Umsatz um über 23 Prozent, in den Monaten von Januar bis März 2010 auf 8,26 Milliarden Euro. Audi beliefert weltweit seine Kunden, die nun auch wieder mehr bestellen. Zu der Umsatzsteigerung und den erhöhten Gewinnen führten aber auch Maßnahmen zur Kostensenkung bei der Produktion und eine Optimierung der Abläufe in der Produktion. Zugpferd bei den Verkäufen ist der A5, sowohl als Cabrio, wie auch als Sportback. Aber auch der A4, der A6 und der Q7 sind beliebte Autos.

Von der Nachricht, dass es der Autobranche wieder besser geht, profitieren aber nicht nur die Autobauer selbst. Auch die Unternehmen, die Teile anfertigen und an die Konzerne ausliefern, können sich wieder über gefüllte Auftragsbücher freuen. Natürlich leben davon auch Speditionen, die die Autos von A nach B liefern, die aber auch die Lager der Autohersteller wieder mit neuen Teilen füllen. Auch für die Deutsche Bahn bedeutet dies wieder mehr Aufträge. Von Audi aus Ingolstadt hört man, dass weltweit mit einer Verbesserung auf dem Markt gerechnet wird. Erfreuliche Nachrichten, auch für die Besitzer von Aktien.

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