Archive for the ‘Weltwirtschaft’ Category

Die Wasserbettenproduktion in China boomt

Donnerstag, Juli 15th, 2010

China ist ein Land, das sich einst von der westlichen Welt sehr stark abgrenzte. Dann aber erfolgte ein politisches und wirtschaftliches Umdenken, das die chinesische Wirtschaft deutlich beflügelte. Die am schnellsten wachsende Wirtschaft der Welt: so berichtet man in der Weltpresse über das Land. So wurde der chinesische Markt auch sehr interessant für Firmen aus Europa und Amerika. Man siedelte sich dort an, um eigene Produktionsstätten zu eröffnen, um den großen Markt, der sich hier bietet, nutzen zu können. Allerdings überwiegt in China immer noch deutlich der Export. Sich auf die beinahe 1,5 Milliarden Einwohner Chinas zu verlassen, ist in wirtschaftlicher Hinsicht nur teilweise sinnvoll. Große Teile der Bevölkerung sind arm und können sich wenig leisten. Der inländische Konsum ist also nicht oder nur zum Teil ausschlaggebend, eine Niederlassung in der Volksrepublik China zu eröffnen. Durch die wirtschaftliche Verbesserung des Landes konnte diese große Armut zwar mittlerweile etwas bekämpft werden, bis jedoch von allgemeinem Wohlstand die Rede sein kann, wird es noch einige Zeit dauern. Wieder liegt hier eine allgemeine wirtschaftliche These zu Grunde: Je mehr ein Land nach außen hin verkaufen kann, umso mehr Arbeit gibt es im Land. Diese Arbeit sorgt für eine finanzielle Versorgung der Bürger, womit dann auch die Konjunktur im Lande einen Aufschwung erfährt.

Auch Wasserbetten werden in China produziert und exportiert. Das bedeutet eine Konkurrenzsituation für die Hersteller in den anderen Gebieten der Welt. Diese müssen sich nun behaupten: Sie müssen sich preislich auf die chinesischen Produkte einstellen und auch an Qualität Leistung zeigen. Trotz der Transportkosten, die durch die Produktion in China und den Absatz, zum Beispiel in Deutschland, entstehen, können die chinesischen Wasserbettenhersteller durchaus attraktive Preise anbieten. Für den Käufer, der sich im Internet oder bei einem Möbelhaus vor Ort nach neuen Solo Wasserbetten umsieht, macht es kaum einen Unterschied, aus welcher Produktion das Bett nun genau stammt. Design, Zubehör und Technik sind einem Vergleich durchaus gewachsen und der Preis stimmt auch. Günstigerer Einkauf bedeutet für einen Händler eine höhere Gewinnspanne. Die niedrigeren Lohnkosten in China ermöglichen es, billigere Einkaufspreise für die Händler anzubieten. Dass daraus logisch folgt, dass der Verkauf von Wasserbetten in China boomt, ist nur eine Grundregel in der Wirtschaft.

Dass man in China in Sachen Technik mindestens mit dem europäischen Standard mithalten kann, ist bekannt. Nicht nur aus Japan und Korea, sondern auch aus der chinesischen Wirtschaft ist bekannt, dass hier sehr große Fortschritte erzielt werden, und vor allem technische Geräte sehr oft aus diesen Reihen kommen. Das Wasserbett hat nicht nur einen von Vinyl umschlossenen Wasserkern, sondern verfügt auch – je nach Modell – über eine Heizung, ein Multifunktions-Kopfteil oder höhenverstellbare Matratzen. All diese Dinge erfordern höchstes technisches Niveau, was aber durchaus nicht nur von den europäischen und amerikanischen Wasserbettenherstellern geliefert werden kann. Selbstverständlich haben sich die Unternehmen in China auch an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden angepasst. Man stellt dort Softside und Hardside Modelle her, aber auch die Wasserauflagen auf normale Matratzen. Die entsprechenden Betten, also die Gestelle, die die Wassermatratzen umschließen, sind ebenso in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Bewusst wird auch in unterschiedlichen Preisniveaus produziert, um eine möglichst breite Masse an Kunden aus jeder Schicht ansprechen zu können. Wie hier beschrieben, hat das Wasserbett eine mittlerweile sehr lange Geschichte. Schon früh haben sich die Menschen die Vorteile des Wassers zu Nutzen gemacht, zunächst auf eine sehr einfache Art und Weise, ab den 60er Jahren im letzten Jahrhundert aber auch auf hohem Qualitätsniveau, an dem stets weiter geforscht und entwickelt wird. Einen immer größeren Anteil am weltweiten Absatz von Wasserbetten konnte China erreichen und ein Ende dieser Entwicklung ist auch nicht abzusehen. Der chinesische Marktanteil in der Weltwirtschaft wird weiter wachsen und ein immer wichtigerer und ernst zu nehmender Faktor werden.

Höhenflug im Goldpreis

Samstag, Juni 19th, 2010

Eine Feinunze Gold kostet im Moment 1257,85 Dollar. Das ist ein Rekordhoch, das es aber wohl nicht ohne Grund zu verzeichnen gibt. Das letzte Hoch gab es vor wenigen Wochen, Anfang Juni, doch auch dieser Punkt ist bereits wieder geknackt. Scheinbar reagieren die Menschen, die Geld haben, um es anzulegen, sehr empfindlich auf die im Moment stattfindenden Stresssituationen an den Banken und Börsen. Gold zählt von jeher nicht nur als schönes Wertmetall, sondern vor allem als stabile Anlagemöglichkeit. Die Schuldenkrise, die den weltweiten Markt immer wieder vor Schwankungen, vor Kursverluste und andere Probleme stellt, ist verantwortlich dafür, dass das Gold einen hohen Wertanstieg zu verzeichnen hat. Der etwas nachlassende Wert vom Dollar ist auch ein Faktor, der in den Goldpreis mit hineinspielt. Steht der Dollar etwas niedriger, kaufen Investoren mehr Gold, was den Preis naturgemäß wieder ansteigen lässt.

Neben dem Gold ist auch das Silber wieder mehr wert. Das goldene Metall ist seit Menschengedenken mit einem hohen Anziehungsfaktor versehen. Die Mengen davon sind begrenzt, es kann nicht beliebig vermehrt werden. Schon deshalb stellt es eine Ausnahme in den Wertigkeiten dar, die eine Aktie niemals erreichen könnte. Weitere Nachrichten sind interessant: Kupfer verliert an Wert, und das nicht zu knapp: Binnen eines Monats fiel der Preis pro Tonne um acht Prozent. Auch der Ölpreis ließ etwas nach, hier ist jedoch, bedingt durch die Ölkrise um den Konzern BP und die Deepwater Horizon von einem baldigen Anstieg auszugehen. Die Folgen des Desasters sind weniger Vergaben von Bohrlizenzen, höhere Sicherheitsstandards und daraus resultierende höhere Förderungskosten.

BP muss tief in die Tasche greifen

Dienstag, Juni 1st, 2010

Ein Unternehmen, wie BP, macht Milliarden Umsätze im Jahr. Für die Wirtschaft der ganzen Welt ist Öl ein wichtiges Gut, mit dem sich natürlich auch dementsprechend Geld verdienen lässt. Die katastrophale Explosion der Bohrinsel kostet das Unternehmen an sich schon viel Geld. Allerdings konnte am Unglückstag noch niemand absehen, welche Kreise die Katastrophe letztendlich ziehen würde.

Das Auslaufen von Erdöl und das Ausströmen von Erdgas haben mittlerweile einen verheerenden Schaden angerichtet. Spätestens, als das im Meer schwimmende Öl die Küsten erreicht hat, wurde die Suche nach einer Lösung, das Loch im Meeresboden abzudichten, zum akuten Problem. Was alleine das Absaugen des verschmutzten Wassers an Kosten verursachte, vermag man sich als Laie kaum vorzustellen. Auch die immer wieder erfolgten Versuche, das Loch mit einer Glocke aus Metall abzudichten, scheiterten nicht nur, sondern verursachten Medienrummel und hohe Rechnungen.

Nun aber ist absehbar, dass der finanzielle Schaden für BP sich nicht nur auf die Beseitigung von Öl und den Ersatz der Bohrinsel beschränken wird. Einige Klagen, bis hin zu Sammelklagen von Geschädigten, die sich zusammen einen Anwalt genommen haben, warten nun auf den Ölriesen. Das wird wohl nicht aus der Portokasse zu bezahlen sein, auch wenn sich die Verfahren zur endgültigen Klärung einige Zeit hinziehen dürften. Unter all den Firmen und Privatpersonen, die sich nun Geld erhoffen, werden sicher auch einige sein, die versuchen, auf den fahrenden Zug mit aufzuspringen. Fall für Fall muss von Gerichten abgearbeitet werden – erst dann kann mit Bestimmtheit ein Strich unter eine sicher viele Milliarden hohe Rechnung gemacht werden.

Klima der Weltwirtschaft nicht mehr so rau

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Die weltweite Wirtschaftskrise hat in der Wirtschaft eines jeden Landes, aber auch im internationalen Handel lange Zeit für ein raues Klima gesucht. Schon am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland kann man es erkennen: Was wurde vor der Krise an Stahl und vielen anderen Produkten aus Deutschland heraus exportiert. Dann der plötzliche Einbruch: Die Bücher, in denen sich sonst die Aufträge stapelten, blieben leer. Weder innerhalb Europas noch auf der ganzen Welt konnte man die Zahlen erreichen, an die man sich gewöhnt hatte.

Nun beginnt der LKW und Schiffsverkehr wieder zu rollen. Die Aufträge mehren sich wieder; man kauft wieder ein. Das verbessert die Lage so mancher Firma, die bei Anhalten der Krise weit schlimmere Folgen zu tragen gehabt hätte, als rote Zahlen und Kurzarbeit. Nach über zwei Jahren ist der Kurs nun wieder nach oben gerichtet, nicht nur in der BRD.

Grund für die bessere Stimmung in der Weltwirtschaft ist sicher nicht die Schuldenkrise um Griechenland und andere EU Länder. Das ist eher der Wermutstropfen, der alles ein wenig ausbremst. Deutlich merkt man an den Börsen der Welt die verhaltene Stimmung. Dennoch ist das Klima besser, was vor allem an den Staaten aus Asien liegt. Von hier hört man durchweg positive Nachrichten. Wie vom IFO Institut aus München bekanntgegeben, haben sich hier die Fakten erfreulich verändert, ebenso wie im Norden Amerikas. Lediglich in Westeuropa sei man auf dem Stand geblieben, wie 2007 errechnet. Die Aussichten auf eine bessere weltweite Konjunktur könnten schon bald die langfristigen Zinsen ansteigen lassen; von den kurzfristigen erwarte man schon bald einen Anstieg.

Opel-Sanierung ohne Staatshilfe

Montag, Mai 17th, 2010

Opel ist nicht nur in Deutschland eine große Marke, sondern auch in anderen Ländern werden diese Autos gerne gekauft und gefahren. Vor einiger Zeit war es jedoch noch so, dass GM den Rüsselsheimer Autobauer nicht von alleine sanieren konnte und es nur mit Hilfe des Staates möglich gewesen wäre, diesen Konzern zu retten. Inzwischen aber gibt es neue Berichte, dass GM in der Lage ist, den Opelkonzern selbst zu sanieren und hierfür keine staatlichen Mittel mehr nötig sind.

Dies ist natürlich eine sehr gute Nachricht und man hatte damit nicht wirklich gerechnet. Die Zahlen sind höher als gedacht und der Umsatz steigt weiter. Dies ist alles sehr positiv zu sehen und kommt in diesem Fall auch dem Autobauer Opel zu Gute. So kann man diese Firma retten. Die Sanierung ist zwar ein harter und schwerer Schritt, dennoch ist es für den Opelkonzern sicherlich vernünftiger, wenn man dies ohne staatliche Hilfe versucht. Viele Bürger werden nämlich so ein eher positives Image mit dem Hersteller verknüpfen.

Staatliche Hilfe ist derzeit für viele Bürger ein „No-Go“ und deshalb kann sich Opel und auch GM einen sehr großen Gefallen tun, wenn sie es selbst schaffen und für die eigene Sanierung keinen Staat benötigen. Es ist natürlich nicht einfach, diesen Weg zu gehen, dennoch werden die Umsatzzahlen höchstwahrscheinlich höher sein, wenn man den Konzern selbst saniert und ihn nicht durch den Staat sanieren lässt. Dies bringt das Unternehmen wieder einen Schritt nach vorne und so können vielleicht in der nächsten Zeit die Zahlen nochmals etwas ansteigen.

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